Elterninformation betreffend Coronavirus /11.05.2020

 



Schrittweise Öffnung der Kindertagesbetreung


Liebe Eltern,
die Corona-Pandemie stellt uns alle vor ungeahnte Herausforderungen. Insbesondere für Familien mit Kindern ist der Lock-Down eine enorme Belastung. Als Familienvater von zwei Töchtern weiß ich, wie sehr sich die Kinder nach ihren Freundinnen und Freunden sehnen. Ich weiß, wie wichtig es ist, dass Kinder wieder täglich in der Kindertagesbetreuung gefördert werden. Und ich weiß, mit welchen Härten Eltern unter den derzeitigen Umständen zu kämpfen haben, um Familie und Beruf irgendwie gemeinsam hinzubekommen. Ich habe daher mehrfach öffentlich kritisiert, dass die Perspektive von Familien in der öffentlichen Diskussion zu kurz kommt. Gerade Familien mit jüngeren Kindern haben mit großem Verzicht Außergewöhnliches geleistet und entscheidend dazu beigetragen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Dafür danke ich Ihnen von ganzem Herzen.
Wir können jetzt die Kindertagesbetreuung schrittweise wieder öffnen. Ich hätte mir dabei gewünscht, dass wir als Länder hier vom Bund schon früher grünes Licht bekommen hätten, denn ein Konzept lag vor. Umso wichtiger ist es, jetzt keine Zeit zu verlieren, um die weiteren Öffnungsschritte zügig einzuleiten.
Bei allen Schritten müssen wir allerdings bedenken, dass wir mit jüngeren Kindern die Abstandsregeln nicht einhalten können. Im Gegenteil: Sie brauchen Nähe und Geborgenheit. Darum haben wir ein Konzept entwickelt, wie mit kleineren Gruppen Hygieneregeln eingehalten werden können und ein verantwortbarer Umgang in
den Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege möglich
ist.
Eine weitere Herausforderung besteht darin, dass uns momentan
viele Fachkräfte fehlen, die zur Risikogruppe gehören. Die Träger
von Kindertageseinrichtungen und die Kindertagespflegestellen
müssen derzeit mit landesweit über 20 Prozent weniger Personal
arbeiten. Wir haben also insgesamt durch die kleineren Gruppen
einen höheren Betreuungsaufwand bei deutlich weniger Personalressourcen.
Deswegen können in den nächsten beiden Öffnungsschritten noch
nicht alle Kinder berücksichtigt werden. Wir haben nach vielen intensiven
Beratungen mit Kommunen, Trägern, Verbänden der Kindertagespflege,
Gewerkschaften und Landeselternbeirat Kriterien
festgelegt, mit denen wir bei der stufenweisen Öffnung vorgehen.
Wir haben die Vorschulkinder besonders berücksichtigt, um ihnen
einen guten und geordneten Übergang aus ihrer Kita-Zeit zu ermöglichen.
Ebenso möchten wir allen Kindern, die das zweite Lebensjahr
vollendet haben, die Möglichkeit geben, wieder in ihrer Kindertagespflegestelle
betreut zu werden. Auch hier wollen wir genug
Zeit für einen geordneten und liebevollen Übergang in die Kindertageseinrichtung
schaffen.
Darüber hinaus nehmen wir Kinder mit Behinderungen in den Blick.
Diese Kinder haben oftmals erhöhten pädagogischen Förderbedarf
und brauchen darüber hinaus Therapien, die vielfach in der Kindertagesbetreuungseinrichtung
erbracht werden.
Ich weiß, dass ich viele Familien enttäusche, die durch die Öffnungsschritte
noch nicht entlastet werden. Manche hätten sich lieber
ein tage- oder stundenweises Konzept gewünscht, das dann
noch mehr Kinder eingebunden hätte. Wir haben dies mit den Trägern
intensiv diskutiert, sind aber in der Abwägung zu dem gemeinsamen
Ergebnis gekommen, dass nur wenige Stunden an wenigen
Tagen den Familien nur wenig hilft, während wir mit dem gewählten
Schritt zunächst für die Kinder, die sich in einem Übergang befinden,
eine echte Betreuung ermöglichen können.
Es haben mich auch Zuschriften erreicht, die gefordert haben, die
Entscheidung den Kitaleitungen vor Ort zu übertragen. Dies wäre
für mich vielleicht der bequemste Weg gewesen. Aber auch hier
haben wir auf ausdrücklichen Wunsch der Träger den gemeinsamen
Entschluss gefasst, die Entscheidung, wer kommen darf und
wer nicht, nicht auf die Kitaleitungen abzuwälzen und im ganzen
Land gleich vorzugehen. Darum öffnen wir in Schritten.
Im Juni wollen wir einen weiteren Öffnungsschritt vollziehen, bei
dem alle Kinder einbezogen werden. In welchem Umfang dies möglich
ist, können wir heute noch nicht präzise voraussagen. Das wird
davon abhängen, wie viele Fachkräfte in der Kindertagespflege und
in den Einrichtungen zur Verfügung stehen und ob weitere wissenschaftlichen
Erkenntnisse zum Infektionsgeschehen auch wieder
größere Gruppen zulassen.
Es wäre unfair, Ihnen heute Versprechen zu geben, die nicht eingehalten
werden können. Ich verspreche Ihnen aber, dass ich mit
meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weiterhin fortlaufend unsere
Konzepte weiterentwickeln werde, um so schnell wie möglich
und verantwortbar allen Kindern wieder ihre Kindertagesbetreuung
zu ermöglichen.
Ich weiß, dass wir Ihnen viel zumuten. Gleichzeitig hoffe ich, dass
ich Ihnen erläutern konnte, warum wir diesen Weg der schrittweisen
Öffnung gehen.
Ich bitte um Ihr Verständnis und wünsche Ihnen, Ihren Familien und
uns allen Kraft und Gesundheit für die nächsten Wochen.
Herzliche Grüße
Ihr
Dr. Joachim Stamp


Elterninformation betreffend Coronavirus /13.03.2020

 

 Um die Infektionskette des Coronavirus weiter einzudämmen, hat die Landesr e gierung am 13.3. entschieden, dass Schulkinder und Kitakinder sowie Kinder in der Kindertagespflege ab Montag, 16. März 2020 bis zum 19. April 2020 zu Hause bleiben müssen.

Das Maßnahmenpaket der Landesregierung zur Eindämmung des Corona-Virus beinhaltet unter anderem folgende Eckpunkte:

Ab Montag dürfen Kinder im Alter bis zur Einschulung keine Kindertageseinrichtung, Kindertagespflegestelle, Heilpädagogische Kindertageseinrichtungen oder „Kinderbetreuung in besonderen Fällen“ betreten. Die Eltern sind verpflichtet, ihre Aufgabe zur Erziehung der Kinder wahrzunehmen. Sie haben dafür Sorge zu tragen, dass ihre Kinder die Kindertagesbetreuungsangebote nicht nutzen. Dieses gilt auch für den offenen Ganztag.

In besonderen Fällen wird für die Kinder weiterhin eine Betreuung in ihrer Betreuungseinrichtung vorgehalten. Dieses gilt für die Kinder der folgenden Personengruppen:

Beide Eltern oder ein alleinerziehender Elternteil arbeitet in einem Bereich, der für die Aufrechterhaltung der wichtigen Infrastrukturen notwendig ist und diese Eltern keine Alternativ-Betreuung ihrer Kinder organisieren können. Zu den Arbeitsbereichen gehört beispielsweise die Infrastruktur des Gesundheitsbereiches (u.a. Kliniken, Pflege, Unternehmen für Medizinprodukte), Versorgung (Energie, Wasser, Lebensmittel, Arznei), Justiz, Polizei, Feuerwehr, Erzieherinnen/er, Lehrerinnen/er. Mitarbeitende im Kinderschutz.

Um die Notfallbetreuung in Anspruch nehmen zu können, müssen die betroffenen Eltern einen Antrag beim zuständigen Jugendamt stellen. Mit der Antragstellung ist eine Unabkömmlichkeitsbescheinigung durch den Arbeitgeber für beide Elternteile bzw. für einen Elternteil bei Alleinerziehenden vorzulegen. Das Antragsformular steht auf der Homepage des Kreises Steinfurt unter  

www.kreis-steinfurt.de  

und den Internetseiten der Stadtjugendämter zum Download zur Verfügung.

Die Anträge sind per Mail an folgende Adressen zu senden:

- Stadt Emsdetten: notbetreuung@emsdetten.de

- Stadt Greven: notbetreuung@stadt-greven.de

- Stadt Ibbenbüren: notbetreuung@ibbenbueren.de

- Stadt Rheine: notbetreuung@rheine.de

- Eltern aller anderen Städte/Gemeinden: notbetreuung@kreis-steinfurt.de  

 

 




 

Kreis STeinfurt ElternPortal - STEP


Online einen Betreuungsplatz finden!

Am 16. Oktober 2019 startet das neue Elternportal Kreis STeinfurt ElternPortal – STEP. Es bietet Eltern die Möglichkeit, für ihr Kind nach öffentlich geförderten Kindertageseinrichtungen (Kitas) und Kindertagespflegestellen (KTP–Tagesmütter/Tagesväter) im Kreisjugendamtsbezirk Steinfurt zu suchen. Sie können sich dort direkt online für einen Betreuungsplatz vormerken lassen.

Für die Betreuungsangebote in den Städten Emsdetten, Greven, Ibbenbüren und Rheine wenden Sie sich bitte an die jeweilige Stadtverwaltung.

Sofern Sie in einer der anderen Kommunen des Kreises Steinfurt wohnen und einen Betreuungsplatz zum Kindergartenjahr 2020/21 benötigen, schicken Sie bitte eine Vormerkung in dem Zeitraum zwischen dem 16.10.2019 und 15.11.2019 über dieses Online-System ab. Das Kindergartenjahr beginnt am 01.08. und endet am 31.7. des darauffolgenden Jahres.

Eine Vormerkung in diesem Zeitraum ist notwendig, damit ausreichend Betreuungsplätze eingerichtet werden können. Natürlich können Sie Ihr Kind auch zu einem späteren Zeitpunkt vormerken. Unter Umständen kann es dann bis zu 6 Monate dauern, bis Ihnen ein Betreuungsplatz angeboten wird.

Das Programm Kreis STeinfurt ElternPortal -STEP- für die   Vormerkung Ihres Kindes finden Sie ab dem   16.10.2019 unter: https://step.kreis-steinfurt.de